Im Sechsmeterschießen am Club gescheitert

Zum Einzug ins Finale und damit zu einer vielleicht ganz großen Sensation hat es am Ende nicht gereicht, doch dafür haben die Mädchen des TV Hilpoltstein zumindest ihr eigens gestecktes Ziel für die Bezirksendrunde erreicht: ein Spiel gegen den Club. Genauer gesagt die U13-Juniorinnen des 1. FC Nürnberg.

Die viertbeste Hallenmannschaft bei den U13-Juniorinnen im Bezirk Mittelfranken kommt vom TV Hilpoltstein. Die zwei verlorenen Sechsmeterschießen im Halbfinale und im Spiel um Platz drei können diesen großartigen Erfolg kaum schmälern.

Um überhaupt die Chance auf dieses besondere Duell zu bekommen, das war schon nach der Gruppenauslosung klar, mussten die Hilpoltsteinerinnen aber mindestens das Halbfinale erreichen. Gesagt, getan. Wie schon beim Endrundenturnier auf Kreisebene in der heimischen Stadthalle erwischten die Hilpoltsteinerinnen aber auch gestern Vormittag in Feucht einen schlechten Start. Gleich im Auftaktspiel bekamen es die TV-Mädels mit dem Favoriten SV Weinberg zu tun. Und auch zwei Wochen nach dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft zeigten sich die elf- und zwölfjährigen Spielerinnen sichtlich nervös und mussten gegen den späteren Titelgewinner eine knappe 0:1- Auftaktniederlage hinnehmen. Doch schon bei seinem zweiten Auftritt in der Zeidlerhalle hatte das Team um Trainer Stefan Mödl alle Hemmungen abgeschüttelt und lieferte fortan eine erneut starke Vorstellung ab. Dank eines relativ klaren 2:0- Erfolgs über den SC Adelsdorf wahrte sich der TV Hilpoltstein die Chance auf den Einzug ins Halbfinale.

Dafür mussten sie aber in ihrem letzten Spiel der Gruppe 2 den Kreisrivalen SV Leerstetten bezwingen, der im Freien immerhin souverän die Bezirksliga anführt. Genau zur richtigen Zeit zeigten die Hilpoltsteinerinnen eine starke Partie. Von der ersten Sekunde an strahlten die jungen Fußballerinnen eine beeindruckende Ruhe und Abgeklärtheit aus und ließen den SV Leerstetten kaum zu Chancen kommen. Aus einer defensiven Grundausrichtung heraus setzte das TV-Team immer wieder Nadelstiche in der Offensive und wurde nach nicht einmal einer Minute schon mit dem 1:0 belohnt. Danach wurde der SVL nur noch ein einziges Mal gefährlich, doch Torhüterin Luzie Schmechtig lenkte den Ball aus spitzem Winkel mit einem starken Reflex an den Pfosten. Es blieb beim verdienten Sieg. Weil in der Gruppe 1 der 1. FC Nürnberg den Gruppensieg holte, war das Wunschduell perfekt. Das Kräftemessen mit dem großen Club entwickelte sich zu einer kampfbetonten Begegnung, in der die Hilpoltsteinerinnen auch gut dagegenhielten. Selbst als der Favorit mit 1:0 in Führung gegangen war, blieb das TV-Team ruhig und spielte ruhig weiter. Gegen die technisch überlegenen Nürnbergerinnen gelang dem TV Hilpoltstein sogar der Ausgleich, so dass das Sechsmeterschießen die Entscheidung über den Einzug ins Finale herbeiführen musste. Doch ausgerechnet als die Sensation zum Greifen nah war, versagten den Hilpoltsteinerinnen ein wenig die Nerven. Nichtsdestotrotz: „Allein das Erreichen des Halbfinales ist für uns schon ein großer Erfolg“, sagt Trainer Mödl. Kein Wunder also, dass sich die Enttäuschung auch in Grenzen hielt, als die Hilpoltsteinerinnen auch noch das bedeutungslose Spiel um Platz drei im Sechsmeterschießen verloren haben. Im dritten Duell binnen weniger Tage gegen den TSV Wassrmungenau, dem man im Kreisfinale noch mit 2:0 bezwungen hatte, reichte es nach regulärer Spielzeit nur zu einem 1:1.

(Mit freundlicher Unterstützung des Hilpoltsteiner Kuriers)